Archive for the ‘Hoftratsch’ Category
Wenn man in der Scheiße rührt, stinkt’s.
Januar 14th, 2009 Posted 13:02
Die Uni Bonn lässt in einer offiziellen Pressemitteilung folgendes verlauten:
Datum: 12.1.09
Keine Studienbeiträge für WCs
Externer Betreiber soll „Örtchen“ sanierenDas Rektorat der Universität Bonn hat entschieden, dass dringenden erforderliche Toilettensanierungen im Hauptgebäude und im Juridicum nicht aus Studienbeiträgen finanziert werden. Statt dessen soll ein externer Betreiber für die universitären „Örtchen“ gewonnen werden.
Für Kritik hatte eine Senatsentscheidung im Dezember gesorgt, über 500.000 Euro aus Studienbeiträgen für die Sanierung von Toilettenanlagen im Hauptgebäude und im Juridicum zu verwenden. Die Notwendigkeit der Maßnahme war im Senat zwar unbestritten, und seine Mitglieder votierten schließlich mehrheitlich für das Vorhaben – jedoch gegen die Stimmen aller studentischen Senatoren. Nun hat das Rektorat mitgeteilt, dass eine alternative Lösung für das Problem gefunden werden soll: Der Betrieb der Anlagen soll an einen externen Betreiber übergeben werden. Eine Ausschreibung läuft bereits. Ähnlich wie in Bahnhöfen und Autobahnraststätten müssten Benutzer dann für ihr Geschäft zahlen.
Unverändert übernommen von hier. Wortreich und treffend haben sich dazu auch schon David, Limbo und Marco geäußert. Mir fehlen tatsächlich im Moment die Worte - stummes Entsetzen trifft es wohl ganz gut.
Zusammen mit folgendem Zitat aus der FAQ-Liste der GeKoVoSka-Fachschaft (also der Fachschaft u.A. meines Studienfachs) ist man doch fast gewillt, alles hinzuschmeißen, irgendwem kräftig vor die Tür zu kotzen oder in einem urtriebhaften Wutausbruch zu vandalisieren:
Außerdem stehen jetzt alle vor dem Problem, dass die alten Magister- und teilweise noch Lehramtsstudenten ebenfalls für ihr Geld eine adäquate Bildung erwarten, und man alles parallel fahren muss - zum Nachteil aller. Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich das bald einrenkt, wenn die Uni mit einem weitgehend magisterbereinigten Bachelor-Master-System arbeiten kann.
Resümiere: Magister dürfen zahlen, aber sollen bitte keinen Anspruch auf angemessene Leistung erheben, endlich in die Pötte kommen und Platz für die Bachelor machen. Das unter Umständen bloß ein halbes Jahr “Vorsprung” für Magisterstudenten drin ist - who cares. Man könnte doch die Kostenpflichtigkeit der Toilettennutzung vom Studientyp abhängig machen - dann gehen wir Magister vielleicht noch ein bisschen schneller.
In diesem Sinne, frohes studieren an der Uni Bonn. Danke und Vorhang.
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Neulich im Hausflur
November 10th, 2008 Posted 09:21
Später Abend, moi même ganz bequem in viel zu großer Cordsackhose, geliebtem „Nightmare before Christmas“ Kapu und kuscheligen Monsterfußpantoffeln, ungeschminkt. Reicht ja auch, um die Wäsche aus dem Keller zu holen.
*schlurf schlurf* zum Aufzug – dort treffe ich unvermittelt auf eine gealterte Kopie meines Nachbarn Jan-Phillip-Bitte, schnieke mit Anzug und zurückgegeltem Haar, Perlweißlächeln, das volle Programm. Na toll.
*blick auf meine Pantoffeln* „Haha, ach die sind ja scharf“
*total eloquente Antwort*
*im Aufzug stehen*
„Ist heute son Mottotag?“
„Äh, nein, wieso?“
*einmal an mir rauf und runter guckt* „Sie sehn aus als wäre noch Halloween“
O.o !!!! Ich meine !!! also… ??? Geht’s noch??? Grufti, Satan, alles kein Ding. Aber… ey.
„Ich. Sehe. Immer. So. Aus.“
*verstörter Blick* „Ähh… aaah ja…“
Und ICH hab mach mir Gedanken, ob ich Vorurteile hab. „Everyday is halloween“ hätte ich sagen sollen. Aber so was fällt einem ja immer erst später ein.
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Eigentlich…
September 10th, 2008 Posted 15:14
… halte ich nichts von Pseudo-Lexika einer “Jugendsprache”, die ich weder im echten Leben noch in RTL2 Reportagen je gehört habe. Eigentlich bin ich auch gegen die öffentliche Anprangerung dicker Menschen.
Aber über:
- Bombastklops
- Anti-Elfe
- Gehsteigpanzer
- Mumpen (!)
- und Pommespanzer
musste ich doch hörbar lachen!
Gefunden hier.
Posted in Hoftratsch, Klimbim
Gar nicht toll…
Juni 11th, 2008 Posted 11:41
… ist leider die Schmusekatze von got2be. Nachdem dieses Objekt absoluter Beuteschemaerfüllung mir schreiend ins Auge gesprungen war, konnte ich sage und schreibe eine, gefühlte 10 Wochen daran vorbei gehen, schlich mich unter Vorwänden immer wieder in den DM (gut, fällt mir auch sonst nicht schwer) und kaufte irgendwas, das ich wirklich dringender brauchte, als diesen Schnickschnack.
Aber dann ging es irgendwann nicht mehr, die Gier obsiegte, das innere Weib triumphierte und ich trug meine goldpinkglitzernde Beute nach hause. Anti-Frizz Lotion für Locken und glattes Haar, seidenweiche, glänzende² Haare, perfekter Halt: Ich freute mich den Rest des Tages darauf, am nächsten morgen Haare zu waschen und zu stylen und in nie gekannter Schönheit das Haus zu verlassen.
Denkste.
Zunächst pumpte ich mir einen Wolf, bis die Minimini-Öffnung tröpfenweise die Lotion ausspuckte. „Gut“, dachte ich, „dann wird es wohl sehr effektiv sein, wenn nur so wenig rauskommt, braucht man wohl nicht viel“. Nein, das Gegenteil war der Fall, wie erstes Verteilen im Haar zeigte. Dabei machte sich dann auch gleich der zweite, unschlagbare Nachteil bemerkbar: Erdbeergestank. Und ich meine Gestank. Ich roch, als sei ich höchstens 15, überschminkt und bestenfalls Hauptschülerin. Alter. Föhnen der Haare ergab dann: Null Effekt, Frizz und Gekrissel und das alles, was jetzt weg sein sollte, war immer noch da. Ganz toll. Parfüm konnte ich mir sparen, gespalten in Geruch und Erscheinung (Altersunterschied 7 Jahre) musste ich dann arbeiten und hatte keine Gelegenheit mehr, das Problem zu beheben.
Aber ich bin ja Optimistin. Ich dachte: Gibt dem Zeug ne zweite Chance, und wieder zuhause verkniff ich mir das Riechen, pumpte eine deutlich großzügigere Menge hervor und „verteile es im trockenen Haar“ (geht nämlich auch). Ne, ging nicht, denn „verteilen“ bedeutete in dem Fall, dass einfach alles da hängen blieb, wo es das Haar zuerst berührte. Zugegeben, da waren meine Haare dann schmusig weich und glänzend, wohlgeformte Locken schwangen sich an meinem Gesicht herab und nicht ein Haar wagte aus der Reihe zu tanzen. Um diesen Zustand aber flächendeckend hervorzurufen, bräuchte ich wahrscheinlich die ganze Flasche und die Queen röche es, wenn ich meine Wohnung verließe.
Also, alles in allem ein Fehlkauf, ich rate ab. Es sei denn, du bist 15, maximal Hauptschülerin und hast nicht mehr als drei Haare auf dem Kopf, die auch nicht länger als kinnlang sind. Aber ich hoffe ehrlich gesagt, dass du dann nicht meinen Blog ließt.
In diesem Sinne.
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