Pirlipats Glitzerkiste

Willkommen im Chaos.

Archive for the ‘Von Herz zu Herz’ Category

Nostalgie und mehr wert als einen Tweet

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April 18th, 2010 Posted 11:52

Bis ich 14 war, habe ich Ballett gemacht. Zum Schluss, kurz bevor ich wegen der Überschneidung von Schulsport und Trainingsstunde aufhören musste, hat die Ballettschule die Leitung gewechselt. Statt des bösen und gefürchteten Drachen in Person der Oberballettmeisterin nach guter Royal Academy of Dancing Manier übernahm ihr Sohn (!) mit seiner Frau die Schule. Und fing an, neue, tolle, kreative Sachen mit uns zu machen.

Dieses Stück (Einbettung war leider deaktiviert) hier war das letzte, auf das wir getanzt haben, bevor ich gehen musste, bei der Aufführung konnte ich leider nicht mehr dabei sein. :-( Ich hatte es seit damals auf Kassette hier rumfliegen, ohne Titel, ohne Interpret… und jetzt hab ichs endlich gefunden! Irgendwann werd ich dazu noch tanzen, das schwör ich mir…

Posted in Dance, Von Herz zu Herz

Dieses Jahr…

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Dezember 25th, 2009 Posted 21:47

… habe ich ärgerlicher Weise folgende Vorsätze aus 2008 nicht umgesetzt: ein Seminar besuchen in dem ich niemals mich, sondern in jeder Sitzung Goethe oder Kafka auf die Anwesenheitsliste schreibe. Das Meer sehen. Mindestens einer fremden Person sagen, wie wunderschön ich sie finde.

… habe ich nicht alles gewaschen, gespült und geputzt vor Heilig Abend, was stellvertretend dafür steht, dass ich mich von einigen selbstauferlegten Zwängen befreit habe.

… habe ich einen Teil von mir abgelegt, von dem ich dachte, ich könnte nicht ohne ihn leben. Ich habe gekämpft, gestrampelt, geweint um ihn festzuhalten. Bin immer und immer wieder viele Schritte zurückgegangen, aus Angst vor dem Neuen. Dieses Jahr war ein Befreiungskampf, der mich mehr Kraft gekostet hat, als ich mir je vorstellen konnte. Aber ich habe ihn gewonnen.

… war ich mutig: Ich habe meine Garagenmiete eingefordert, habe einen mir aufgeschwatzten Handyvertrag storniert, habe Versicherungsunterlagen geregelt, meinen Job gekündigt und Prioritäten gesetzt, aufgehört ausschließlich Schwarz zu tragen. Ich war alleine in Berlin und habe auf der Party meines Lebens getanzt, ich habe in Berlin gearbeitet. Ich habe mich neu verliebt. Habe neue Sachen entdeckt, neue Interessen gewonnen und nach Jahren wieder neue Freunde dazu gewonnen.

… war ich feige: Und habe mir immernoch kein Tattoo stechen lassen, die Haare nicht rot gefärbt, nicht neu gelockt und ich trage auch immernoch keine Microdermals.

… habe ich gelernt, dass es gar nicht so schwer ist, “ich liebe dich” zu sagen und es auch so zu meinen. Überhaupt habe ich gelernt, dass die emotionalen und sachlichen Dinge einfacher sind und sein können, als ich es mir ausmale. Ich habe auch gelernt, meinem Verstand und meiner Intuition (die ich wesentlich öfter benutze) zu vertrauen.

… war der Anfang vom Ende: Ich schreibe Magisterarbeit, bin zur Prüfung angemeldet und habe damit das Ende meines Studiums eingeläutet.

… habe ich etwas entdeckt: Orientalischer Tanz ist der Sport, den ich machen möchte. Die Suche hat ein Ende.
… entstand ein Plan: In 2 Jahren ein Solo tanzen.

… sind viele Steine ins Rollen geraten. Große große Umbrüche und Veränderungen sind angelaufen, die mehr als ein Jahr zur Umsetzung brauchen. 2009 war gefühlt das Vorbereitungsjahr für 2010. Mein Studium wird enden und das wird viele gravierende Entscheidungen mit sich bringen, die alle mit einander verbunden sein werden. Arbeiten? Wo? Wo und wie wohnen? Sparen? Wie wieviel? Reisen? Around the World? Alleine? Was ist mit dem Jahr in Wien?

… bin ich ein Stück erwachsener, ruhiger und fester geworden. Und kann sagen: Ich gehe glücklich aus 2009. Herzlich Willkommen 2010.

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Es braucht nicht viel,

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Mai 2nd, 2009 Posted 10:35

um glücklich zu sein. Mit Merz und Yann Tiersen am Ufer entlang bis in die Rheinaue spazieren. Die nackten Füße auf warmem Stein, den Kopf und das Herz in der Nachtluft. Im Nachtduft. Und singen, weil es niemand hört. Sommernachtsgroßstadtromantik. Und das im Mai.

edit. Und merken, dass man so einen Abend irgendwie geschenkt bekommen hat, von jemandem, der dir die Augen geöffnet hat. Für die kleinen Dinge. Und die schönen.

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Wenn…

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April 26th, 2009 Posted 11:30

… am vogelzwitternd verschlafenen Sonntag Mittag ein verwirrter betrunkener Mensch die Straße entlang schreitet und schreit “Mordversuch Mordversuch Mordversuch, einer nach dem anderen!” ist die Stille danach noch ein kleines bisschen stiller als das, was vorher war - als hätten die Vögel und der Bäume die Luft angehalten - - -

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Berlin, Halleluja Berlin.

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März 15th, 2009 Posted 13:27

Die Katharsis (gr. κάθαρσις kátharsis „Reinigung“) bezeichnet nach der aristotelischen Definition der Tragödie in der Poetik die emotionale, körperliche, geistige und auch religiöse Reinigung.

Berlin. Dort hin geht die Reise. Das im Winter erstandene Lidl-Ticket bringt mich in die Hauptstadt und zurück.

Warum Berlin?
Ich muss etwas aufarbeiten um es abschließen zu können. Es wird eine Reise in meine jüngste Vergangenheit, auch eine Reise zu meinen ältesten Ängsten und damit letztendlich zu mir selbst. Ich habe lange hin und her überlegt Ich wusste eigentlich schon beim Kauf des Tickets, dass ich es genau dafür brauchen werde. Jedes andere Ziel hätte noch so toll sein können, es hätte immer das Gefühl hinterlassen, die Chance nicht genutzt zu haben um das in mir zu bereinigen, was mich nachhaltig bedrückt und schattenhaft immer wieder auftaucht, wenn es in irgendeinem Zusammenhang um diesen Ort geht.

Vergangenes muss enden. Gegenwärtig will ich lernen, Freiheit zu nutzen und zu leben. Und zukünftig will ich gereinigt wieder nach hause kommen.

Als fulminanter Höhepunkt der Hauptstadtreise:

Das Tollste und zugleich Unheimlichste an allem ist: Ich werde es ganz alleine tun. Aber die Angst muss ein Ende haben. Es muss weiter gehen, aus eigener Kraft.