Pirlipats Glitzerkiste

Willkommen im Chaos.

Archive for the ‘Yes, we can’ Category

Woche #01; Yes, I can dance!

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Oktober 17th, 2009 Posted 12:09

Es ist mal wieder Zeit resümierend auf die letzte Woche zu schauen, denn sie war die erste, die ich tatsächlich voll und ganz in meinem neuen Lebensrhythmus verbracht habe. Sprich, Magisterarbeit als hauptsächliche Tätigkeit. Leicht fällt mir das ganze noch nicht. Im Moment lese ich einfach und notiere / fasse zusammen was mir dabei Nützliches unterkommt. Aber das habe ich maßlos unterschätzt… wenn man mal 5 Tage am Stück über Forschung hängt wird man in 2 Richtungen verdrießlich. Einerseits ärgert einen, was 1970 noch als Forschungsmeinung veröffentlicht werden durfte (das würde einem heute im 1. Semester mit einem dicken FAIL zurückgegeben), andererseits sind Texte von 2000 genau so schlimm, die ihre Qualität und die Qualität ihres Inhalts durch absolute Unverständlichkeit und Fremdwortüberladung signalisieren wollen. Und das es wissenschaftliche Texte mit Ausrufezeicheninflation gibt, hätte ich auch nicht gedacht!
Wenn man nur eine Hausarbeit schreibt, kann man dem einfach entgehen, indem man einen Tag Pause macht oder auch zwei oder drei, oder woanders weiter macht. Geht jetzt nicht mehr. Folglich war diese erste Woche härtere Kost als ich dachte und ich hoffe auf Besserung.

Tanztechnisch gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Aus der viel zu vollen Montagsgruppe konnte ich in die 5-Leute-Mittwochsgruppe wechseln. Da fühle ich mich irgendwie wohler, man lernt mehr und die Unterrichtseinheiten sind nicht nur wie Montags 60, sondern 90 Minuten lang. Langsam wird das echt zum Sport! Und nächste Woche fängt der Tribalkurs an der Uni an - ich bin sooo gespannt. Anfang Dezember werden wir mit der Bauchtanzgruppe auch auftreten! Waaaah! Das weckt Traumata aus Kindertagen, Tanzschritte beim Auftritt vergessen ist der Horror… Natürlich muss ich der Bescheidenheit halber sagen: “Oh nein, auftreten, das will ich aber nicht *verlegen kicher*” aber ehrlich gesagt freu ich mich total drauf und werd mich vorher totüben, damit es *nicht* zu einem neuen Trauma kommt. Außerdem werden viele andere Tänzerinnen da sein und das Ganze wird eine große Sause mit viel Spaß.

Unter anderem wird Namjira da sein und tanzen, die ich letztes Wochenende auch in Berlin besucht habe (nach meinem Messeeinsatz auf der YOU) (in ihrer genialen Wohnung) (mitten im Kiez) (in einer glasklaren Herbstnacht). Friedrichshain at it’s best würde ich sagen… halblegale Clubs in ausgedienten Fabrikhallen in obskuren Hinterhöfen in fußläufiger Nähe gibts wohl nur in Berlin… und das sorgt für ne Menge Spaß! Also falls ihr es lesen solltet, liebe L. und lieber F., vielen Dank für die Gastfreundschaft und den schönen Abend, nochmal! :-)

Für mich heißt es heute noch etwas aus der Woche nacharbeiten und dann weiter weiter, 4 Monate sind nicht sooo lang…

Zum Abschluss noch mein momentanes Lieblingslied, “The Lantern” von “Beats Antique”. Und auch noch wundervoll getanzt:

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Exposé… könnte eine Tanzpose sein

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September 8th, 2009 Posted 19:17

Heute passiert es: Das Exposé geht raus, mein Prüfer “entscheidet ganz selbstherrlich” (Zitat) ob es dann nochmal Redebedarf gibt oder ob er es virtuell abnicken kann. Ich schieb mal wieder Panik bis zum letzten, aber versuche, mir vor Augen zu führen, dass mir nichts schlimmeres passieren kann, als dass er sagt: “Na, da müssen wir aber nochmal drüber sprechen”. Puh.

Wenn das durch ist steht Ende des Monats die Anmeldung auf dem Plan, vorrausichtlich unmittelbar nach meinem letzten Arbeitstag (es sind nur noch 9 *schluchz*). Und dann gibts ganz viel Baldrian und Johanneskraut und einen festen, realistischen Zeitplan und alles wird gut.

Gestern hab ichs nicht zum Bauchtanz geschafft (ich exposierte), also hab ich das heute mit dem kostenlosen Uni-Ferienkurs kompensiert, zu dem ichs heute überhaupt zum ersten Mal geschafft hab. Und… naja. Sagen wir, man merkt den Qualitätsunterschied und das ist auch gut so, sonst käm ich mir auch verarscht vor bei dem, was ich bei für meinen eigentlichen Kurs bezahle. O.o Schlecht war es aber nicht und es hat Spaß gemacht, ich hoffe ich kann beibehalten, jetzt regelmäßig beide Kurse zu besuchen. Dann wird darauß langsam sowas wie Sport. Am Freitag Abend gibts eine Art Workshop, in dem mit langem Rock getanzt wird, so zigeunermäßig, da will ich hin! Klang so, als obs schon sehr in Richtung Tribal geht! *freu*

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Umwälzungen.

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August 25th, 2009 Posted 14:10

c aboutpixel

Ich tippe diesen Artikel jetzt schon, lange bevor irgendwas spruchreif ist. Veröffentlicht wird er erst sein, wenn es passiert ist - wenn ich gekündigt haben werde.

Seit ich studiere hab ich gearbeitet. Erst 12, dann 17 Stunden in der Woche. Der Lohn waren Selbstständigkeit in Form einer WG/ eigenen Wohnung, das gute Gefühl, mich selbst am Leben zu halten, Berufserfahrungen und zwei vorzeigbare Arbeitszeugnisse. Wenn schon keine 5 Praktika in 7 Unternehmen, dann wenigstens ordentliche Arbeit. Vor allem in meinem letzten Job hab ich mehr gelernt als in meinem ganzen Studium und konnte für meine berufliche Orientierung einiges mitnehmen.

Die Schattenseiten waren aber leider auch nicht zu übersehen und sind mir letzendlich so sehr an die Substanz gegangen, dass ich einen Schlussstrich ziehen musste. Unter 17 Stunden Arbeit litt allem voran mein Studium - eigentlich habe ich gearbeitet und nebenbei studiert, nicht umgekehrt. Klingt vielleicht dramatisch, aber ich bin eben nicht der Typ, der sich nach 6 Stunden im Büro zuhause nochmal 2 bis 4 Stunden an die Bücher setzt. Dass ich in der heißen Magisterendphase nicht arbeiten können würde, war mir relativ früh klar, aber schon jetzt in den Anfängen habe ich gemerkt, dass ich dieser Herausforderung ohnehin kaum gewachsen bin. Und um mich ihr mit Freude und Motivation zu stellen brauchte ich Freiheit. Und Zeit. Das Wissen, Zeit ohne Ende zu haben, weil nicht 3 Tage in der Woche per se wegfallen. Ich habe auch das Gefühl, diese zustätzliche Zeit zu brauchen um irgendwie mit meinen Magistermitstreiterinnen mitzuhalten. (Die alle drei arbeiten. Weiterhin.)

Ich habe lange mit mir gehadert, ob das vielleicht ein Zeichen von Schwäche ist. Ob mein gesellschaftliches Ansehen sinkt, wenn ich nicht total hart weiterarbeite. Es fühlt sich einerseits ein bisschen an wie Versagen, in den Augen anderer. Aber letztendlich hab ich mir gesagt: Scheiß darauf, was andere denken. Mir tut das gut. Ich will mir nicht vorwerfen müssen, meine Magisternote verarbeitet zu haben. Ich hab mein gesamtes Studium verarbeitet. Das reicht wirklich. Klar, jetzt steigt mein eigener Erwartungsdruck an diesen Abschluss. Aber lieber so herum, als dass ich mir ewig vorwerfen muss, nicht alles versucht zu haben, damit es gut wird.

Reden wir gar nicht davon, wie schwer es mir fällt, mein Team auf der Arbeit zu verlassen. Ich hab sie alle wirklich lieb gewonnen und bin  99 % der Tage wirklich gerne dort hingegangen. Aber watt mutt datt mutt. Ich habs mir lange und gut überlegt mit allem Pro und Contra und fühl mich erleichtert und sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ende September ist Ende der Arbeit. Over and out.

Erzwungene Fortschritte

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August 12th, 2009 Posted 19:44

Neues zum Thema “Yes we can”.

Der aktuelle Stand der Dinge ist folgender:

Es ist Mitte August. Anfang September, ergo in 2 Wochen, soll der Titel der Magisterarbeit wortgenau stehen, damit der ganze Krempel beim Dekanat angemeldet werden kann. Ich bin da nur eingeschränkt optimistisch. Verdrängungsstrategien, ausgelöst durch schlichte Panik vor dieser ganzen Sache haben mich nämlich in den letzten Wochen ziemlich unproduktiv werden lassen.

Nun ja, jetzt ist eine Sprechstunde mit meinem Prüfer für nächste Woche vereinbart und wenn das alles so läuft wie ich es mir vorstelle, schreibe ich danach ein Exposé (oder sollte ich damit vielleicht jetzt schon anfangen?) und dann legen wir den Titel fest und alles wird gut.

Habe jetzt immerhin klar, welche Primärtexte ich nehmen werde (Der Sandmann, Der goldne Topf und Die Bergwerke zu Falun) und durch welches Element die drei miteinander verbunden sind, sodass das Ganze auch einen Sinn macht. Gestern und heute habe ich mich mit einem Literaturgrundstock versorgt, den es bis zu genanntem Termin durchzuarbeiten gilt und dann bin ich hoffentlich schlauer und beruhigter.

In quasi letzter Sekunde hab ich dann noch meinen ULB-Ausweis verlängern lassen, von dem ich gar nicht wusste, dass er ablaufen kann, weil ich ihn immer verloren hab, bevor das eintreten konnte. *hüstel*

Und als Motivator hängt das Portrait seiner Heiligkeit jetzt über meinem Schreibtisch, mit strengem Blick. Also Auf!

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Gedankenfetzen

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Juli 30th, 2009 Posted 13:22

1. Folgender Sache bin ich mir sicher:

Namenhafte Modehersteller betreiben teambildende Maßnahmen: In jeder Filiale werden 3 bis 5 Kleidungsstücke (prominent) platziert, die lächerlich hässlich sind und gar nicht gekauft werden *sollen*. Die Mitarbeiter schließen Wetten untereinander ab, welcher Fetzen zuerst ausverkauft ist und am Ende des Schlussverkaufs gibt es einen fröhlichen Umtrunk, zu dem die Verlierer in den übrig gebliebenen Stücken erscheinen müssen. Gemeiner Nebeneffekte: Irgendwelche Modeopfer laufen grotesk zurechtgemacht durch die Stadt und fühlen sich voll Fashionista, baby.

2. Unheimlich ist mir:

An zwei aufeinander folgenden Tagen in der Bib zu sitzen, hinter einem Stapel Bücher, kopieren, lesen, nachschlagen, lesen, (Mittagspause), *weiter* lesen, suchen, notieren, weiterdenken. Und dann am letzten Abend denken: “Och Schade, morgen muss ich wieder ins Büro und kann gar nicht hierher kommen”

3. Moralische Verpflichtung

In den letzten Sonnentagen kam sie wieder, die tiefempfundene Verpflichtung, jeden Sonnenstrahl aufzusaugen, rauszurennen und mich auf den nächstbesten Rasenzipfel zu knallen, jede Sonnensekunde auskosten, denn wer weiß, wann es wieder regnet. Drinnen sitzen wenn die Sonne scheint - mir wurde anerzogen, dass sich das nicht gehört und ich habe wirklich ein schlechtes Gewissen dabei. Aber wahrscheinlich ist das ein Irrglaube oder ein Teil von mir, der sich weigert, erwachsen zu werden, denn mit dem normalmenschlichen Studentenleben lassen sich 24/7 Sonnenaufenthalte leider nicht vereinbaren… es sei denn, ich eigne mir die Fähigkeit an, auch im Hofgartengetöse hochkonzentriert zu arbeiten und finde die ultimative Wiesenliege- oder Banksitzposition zum lesen und aufschreiben gleichzeitig, nach der mir nicht die Rippen wehtun.

continued: 3.8.09

4. Ich brauche ein Seminar “Telefonangst besiegen für Dummies”. Dringend. Sofort. Denn irgendwann habe ich keine Kollegin mehr, die den Raum verlässt, weil ich aufgrund kruder Hirnblockaden kein Telefonat in Anwesenheit dritter beginnen kann. Und die 100 Herzanfälle wärend der Warteschleife machen mich auch nicht jünger…

Posted in Klimbim, Yes, we can