Archive for Oktober, 2008
Großstadtmelancholie.
Oktober 30th, 2008 Posted 21:18
Im Dunkeln aus dem grellhellen Fitnessstudio fallen, mit Mütze, Schal und Atemwölkchen durch die Altstadt nach hause tapsen. Von Orgelmurmeln und Chorgeflüster in die Kirche gelockt werden, durch riesig schwingende Türen ins dunkle Vorschiff schleichen, heimlich gekauert der Chorprobe lauschen und die Tränen nicht wegdrücken. Stimmen und Schritten zuvorkommend ungesehen nach hause huschen, das Gefühl ganz fest halten und ins Kistchen legen, zur Erinnerung.
Posted in Von Herz zu Herz
Traumchaos II
Oktober 20th, 2008 Posted 11:19
Und was habt ihr so gemacht letzte Nacht?
Chinese
Ein Hinweis auf einen falschen Freund in Ihrer Umgebung, als Warnung vor Verschlagenheit und Täuschung zu verstehen. Ein Chinese kann auch der Hinweis auf eine unangenehme Begegnung sein.
[...] Welche Teile von Ihnen befinden sich im Kriegszustand? Vielleicht bringt das Traumsymbol auch die unterdrückte Wut zum Ausdruck, welche Sie einem anderen Menschen gegenüber empfinden. Selbst kämpfen kann auf Probleme hindeuten, die Sie wahrscheinlich bewältigen, wenn Sie sich mehr anstrengen. [...]Wenn Sie im Kampf unterliegen, verlieren Sie Besitzansprüche.
Sieht eine Frau Soldaten, so ist ihr Ruf in Gefahr. Es ist eine dringende innere Aufforderung, sich im Leben einzuordnen und Disziplin zu halten. [...] Viele Veränderungen können im Symbol des Soldaten ebenso gezeigt werden.
Gefangenschaft deutet meist an, dass Sie sich eingeengt fühlen, sich nicht frei entfalten können, vielleicht zu stark von der Mitwelt isoliert sind. Das kann zahlreiche Ursachen haben, die nur aus den individuellen Lebensumständen erkennbar sind, zu denken ist vor allem an Pflichten, Hemmungen, Moralvorstellungen, Gefühle und Leidenschaften. Stets sollten Sie versuchen, diese Situation zu ändern.
Vielleicht fühlen Sie sich durch eine bestimmte Situation im wahrsten Sinne des Wortes “zerrissen”, und Sie können nur durch eine gewaltige Anstrengung Ihr Gleichgewicht wiederfinden. Werden Sie im Traum verstümmelt [...] ist das als Verlust von Eigenschaften und Fähigkeiten anzusehen. Dabei ist es unbedingt notwendig zu beachten, welcher Körperteil verstümmelt wurde.
Können Sie gut zuhören und sich auf andere einstellen? Oder ist es etwa das Gegenteil, sind Sie verschlossen, so dass der Traum ermahnt, manchen Problemen und Menschen mehr “Ohr” zu schenken? [...]
Es geht auch um Gehorsam und das Gehörige, um Verständnis und Selbstverständnis. [...]
Taubheit: Wahrscheinlich wollen Sie gewisse Dinge nicht hören, wenn es sich z.B. um eine Beleidigung oder Kritik handelt. Wer nicht richtig hören kann, nimmt nur unvollständig an der Realität teil und läuft Gefahr, seine Wirklichkeit entstellt wahrzunehmen. Der Weg zu Enttäuschungen oder Verlusten ist dann nicht mehr weit.
Bluten kann den Verlust von Kraft zeigen, es zeigt auch eine Verwundung der Seele. Nicht selten ist es Ihnen im wachen Zustand überhaupt nicht bewusst, dass Sie an den Verletzungen der Seele innerlich zu verbluten drohen. Ist der Blutverlust nicht zu stoppen, können Sie einer unangenehmen Situation oder Wahrheit nicht ausweichen.
Posted in Weltschmerz
Wichtige Dienstreise die Zweite
Oktober 13th, 2008 Posted 08:58
Gut, dass ich es eine Weile für mich behalten und nicht beschrieen habe, denn jetzt klappt es: Am Freitag geht es auf die Frankfurter Buchmesse, genauer gesagt auf den Bildungskongress. Dort werde ich alleine (Angst!) einen Infostand für unsere neuen Projekte betreuen. Mit Menschen reden, die mich was fragen, ihnen tolle Flyer geben und mit Eloquenz und Fachwissen glänzen. *hust*. Ist zwar nicht Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung, aber hey. Wenn man bedenkt was ich in meinem vorherigen Job so an Action hatte, ist das schon exorbitant aufregend.
Posted in Arbeit adelt
Sexiest Songs alive I
Oktober 11th, 2008 Posted 11:46
Heute in der Kategorie “Songs, die einfach hinreißend sexy sind”:
Muse - Supermassive Black Hole
Posted in Klimbim
Welcome to the City of Health
Oktober 2nd, 2008 Posted 12:30
Nach zwei Jahren im Knebelvertrag habe ich mich von der Dumping-Fitnesskette losgeeist und mich in einem vergleichsweise luxuriösen Tempel des Wohlbefindens angemeldet.
Die Vorteile, die mir dadurch entstehen, reichen vom 5 Minuten Fußweg nach hause bis zu Yoga, Pilates, Fitness und Solarium unter einem Dach. Nicht zu verachten sind auch die heftigen Empfindungen von Großstadtromantik, die mich überkamen als ich das Studio gestern Abend im Dunkeln verließ. Insgeheim war nämlich genau diese Sportstätte schon sehr lange Inbegriff eben dieser Empfindung für mich – warum, das kann ich beim besten Willen nicht erklären.
Der erste Trainingsplan, den ich bekommen habe, liegt leider ziemlich unter meinem Niveau. Narzisstische Kränkung über die eklatante Unterschätzung meines Trainingsstandes hat dazu geführt, dass ich das elektronische/digitale Erfassungs- und Dokumentationssystem der Pläne trotz seiner Vorteile für Siebhirne wie mich erstmal doof finde, da ich zwar im Prinzip trainieren kann was ich will, den eigentlichen Plan aber nur in Absprache mit einem Trainer ändern kann. (Was ja eigentlich gut ist.) Aber ich denke, wenn ich mich mit den neuen Geräten etwas vertrauter gemacht habe und mich auf dem Weg ins Trainerbüro nicht mehr verlaufe, melde ich vorsichtig an, dass ich mehr kann.
Meine Motivation, jetzt zwischen den Trainingstagen auf ein Stündchen Ausdauer rüberzuhüpfen wird dadurch allerdings nicht geschmälert. Angenehmer Weise läuft nicht im ganzen Studio Musik in Discolautstärke, sodass man sowohl die Musik aus dem mp3-Player, als auch den Ton des Fernsehens im Ausdauergerät (!) sehr gut versteht, ohne hörsturzgrenzwertige Lautstärke. Hach ich bin froh. Richtige Entscheidung getroffen.
Posted in Klimbim
