Archive for April, 2009
Wenn…
April 26th, 2009 Posted 11:30
… am vogelzwitternd verschlafenen Sonntag Mittag ein verwirrter betrunkener Mensch die Straße entlang schreitet und schreit “Mordversuch Mordversuch Mordversuch, einer nach dem anderen!” ist die Stille danach noch ein kleines bisschen stiller als das, was vorher war - als hätten die Vögel und der Bäume die Luft angehalten - - -
Posted in Von Herz zu Herz
*bwaaahahahahaaaa*
April 20th, 2009 Posted 11:32
Manchmal, aber nur manchmal, wird meine innere, kleine, fiese Emanze wach und lacht sich nen Ast, über so viel Kastrationsangst und Dämlichkeit (aaaah! welch Wortspiel!) auf einem Haufen.
Kölner Stadtanzeiger Von Titel und Werbung der neuen ARD-Vorabendserie „Eine für alle - Frauen können’s besser“ fühlen sich zahlreiche Männer auf den Schlips getreten. Beim Werberat und in der ARD-Zuschauerredaktion hagelt es derzeit Beschwerden.
hier der ganze Artikel. Herrrrlisch.
Posted in Weiberschnickschnack
Wort und Bild in der Romantik
April 16th, 2009 Posted 19:14
Zwischen Wort und Bild manifestiert sich ein unstillbares spekulatives Verhältnis, das als konstitutiv für die Literatur der Romantik sich erweist.
6 Teilnehmer, morgen früh, 8 Uhr. Wenn das kein Spaß wird. :D
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Die Entdeckung der Arbeit oder: besser spät als nie.
April 6th, 2009 Posted 12:57
Die üblichen Baustellen in meinem Leben befinden sich momentan in den mehr oder weniger üblichen Zuständen (sprich Chaos, Katastrophe und Kater). Einzig das Feld “Uni” erlebt im Moment eine revolutionäre Veränderung, die kurz vor scheinfrei vielleicht ein bisschen spät kommt, oder anders gesehen, kurz vor Magisterarbeit genau richtig:
Der Spaß an der Arbeit, genauer gesagt, der Spaß am Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit. Ja, richtig gelesen, und nein, ich sollte mich nicht mehr fragen ob studieren dann überhaupt das Richtige für mich war oder ist. Bis jetzt war es Quälerei, die bei jeder Arbeit schlimmer wurde und sich bei derjenigen, an der ich grade schreibe ins Unüberwindbare zu steigern schien. Das Problem war: Meine Konzentrationsfähigkeit, also meine konstant schwindende Konzentrationsfähigkeit. Vor ein paar Tagen war es schließlich so weit gekommen mit mir, dass ich am heimischen Schreibtisch mit meinen Unterlagen schlicht gar nichts mehr tun konnte, außer sie zehnmal umzusortieren, um dann damit aufs Bett umzuziehen, wo ich dann bei dem Versuch zu lesen gemütlich wegschlummerte. *Aaaargh*
“So geht das nicht weiter”, dachte ich mir am Freitag Abend, packte meinen ganzen Krempel ein, stand am Samstag um 8 (!) auf und saß um 10 im Lesesaal der ULB.
Und arbeitete. Ich fing einfach an. Und machte auch einfach weiter, auch nach einer Stunde, auch nach 2 Stunden. (Das mag die Dramatik meines Zustandes davor illustrieren!) Und nach einer Mittagspause mit Brötchen und Kaffee machte ich einfach NOCH weiter. Und am Sonntag das Gleiche. Ich bin überglücklich, erleichtert und zuversichtlich. Ich dachte, es gibt keine Methode, mit der ich mich ans Arbeiten bringen kann, aber offensichtlich hab ich sie gefunden.
Erklärungsversuche:
- Das aktive Einpacken und Hinfahren an einen anderen Ort symbolisieren das “Jetzt wird was getan”, ich fahre *nur* zu diesem Zweck in die Bib und der wird dann da auch verfolgt.
- Um mich herum: nur Menschen, die ich nicht (oder nur vom sehen) kenne und die vor allem alle das gleiche tun und tun wollen wie ich: arbeiten. Das motiviert und lenkt nicht ab.
- Überhaupt lenkt nichts ab. Nichtmal das Internet, dass der böse VPN-Client mir verführerisch zugänglich macht. Und zwar, weil ich mir selbst an die Stirn tippe beim Gedanken daran, in der ULB sinnlos rumzusurfen. Das kann ich auch zuhause. Es reizt mich wirklich nicht. Null.
Also, kurzum, ich bin Lesesaalfan geworden, und Fan von dem was ich tue. Das Gefühl dort zu sitzen wie in einer, Zitat, “Gehirnfabrik” lässt sich nicht ganz von der Hand weisen, aber der positive Effekt überwiegt deutlichst.
Interessant ist zu beobachten, dass dort vor allem Juristen zu büffeln scheinen, die unschwer an ihren Büchern zu erkennen sind und es ist, bis auf die Lüftung auch wirklich angenehme Ruhe. Und! Wer noch einmal sagt, Studenten sind faul und führen Easygoingpartyleben, der soll doch mal Sonntags vormittags vorbeikommen und zählen.
Posted in Klimbim
