Archive for August, 2009
Umwälzungen.
August 25th, 2009 Posted 14:10
Ich tippe diesen Artikel jetzt schon, lange bevor irgendwas spruchreif ist. Veröffentlicht wird er erst sein, wenn es passiert ist - wenn ich gekündigt haben werde.
Seit ich studiere hab ich gearbeitet. Erst 12, dann 17 Stunden in der Woche. Der Lohn waren Selbstständigkeit in Form einer WG/ eigenen Wohnung, das gute Gefühl, mich selbst am Leben zu halten, Berufserfahrungen und zwei vorzeigbare Arbeitszeugnisse. Wenn schon keine 5 Praktika in 7 Unternehmen, dann wenigstens ordentliche Arbeit. Vor allem in meinem letzten Job hab ich mehr gelernt als in meinem ganzen Studium und konnte für meine berufliche Orientierung einiges mitnehmen.
Die Schattenseiten waren aber leider auch nicht zu übersehen und sind mir letzendlich so sehr an die Substanz gegangen, dass ich einen Schlussstrich ziehen musste. Unter 17 Stunden Arbeit litt allem voran mein Studium - eigentlich habe ich gearbeitet und nebenbei studiert, nicht umgekehrt. Klingt vielleicht dramatisch, aber ich bin eben nicht der Typ, der sich nach 6 Stunden im Büro zuhause nochmal 2 bis 4 Stunden an die Bücher setzt. Dass ich in der heißen Magisterendphase nicht arbeiten können würde, war mir relativ früh klar, aber schon jetzt in den Anfängen habe ich gemerkt, dass ich dieser Herausforderung ohnehin kaum gewachsen bin. Und um mich ihr mit Freude und Motivation zu stellen brauchte ich Freiheit. Und Zeit. Das Wissen, Zeit ohne Ende zu haben, weil nicht 3 Tage in der Woche per se wegfallen. Ich habe auch das Gefühl, diese zustätzliche Zeit zu brauchen um irgendwie mit meinen Magistermitstreiterinnen mitzuhalten. (Die alle drei arbeiten. Weiterhin.)
Ich habe lange mit mir gehadert, ob das vielleicht ein Zeichen von Schwäche ist. Ob mein gesellschaftliches Ansehen sinkt, wenn ich nicht total hart weiterarbeite. Es fühlt sich einerseits ein bisschen an wie Versagen, in den Augen anderer. Aber letztendlich hab ich mir gesagt: Scheiß darauf, was andere denken. Mir tut das gut. Ich will mir nicht vorwerfen müssen, meine Magisternote verarbeitet zu haben. Ich hab mein gesamtes Studium verarbeitet. Das reicht wirklich. Klar, jetzt steigt mein eigener Erwartungsdruck an diesen Abschluss. Aber lieber so herum, als dass ich mir ewig vorwerfen muss, nicht alles versucht zu haben, damit es gut wird.
Reden wir gar nicht davon, wie schwer es mir fällt, mein Team auf der Arbeit zu verlassen. Ich hab sie alle wirklich lieb gewonnen und bin 99 % der Tage wirklich gerne dort hingegangen. Aber watt mutt datt mutt. Ich habs mir lange und gut überlegt mit allem Pro und Contra und fühl mich erleichtert und sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ende September ist Ende der Arbeit. Over and out.
Posted in Arbeit adelt, Yes, we can
Erzwungene Fortschritte
August 12th, 2009 Posted 19:44

Neues zum Thema “Yes we can”.
Der aktuelle Stand der Dinge ist folgender:
Es ist Mitte August. Anfang September, ergo in 2 Wochen, soll der Titel der Magisterarbeit wortgenau stehen, damit der ganze Krempel beim Dekanat angemeldet werden kann. Ich bin da nur eingeschränkt optimistisch. Verdrängungsstrategien, ausgelöst durch schlichte Panik vor dieser ganzen Sache haben mich nämlich in den letzten Wochen ziemlich unproduktiv werden lassen.
Nun ja, jetzt ist eine Sprechstunde mit meinem Prüfer für nächste Woche vereinbart und wenn das alles so läuft wie ich es mir vorstelle, schreibe ich danach ein Exposé (oder sollte ich damit vielleicht jetzt schon anfangen?) und dann legen wir den Titel fest und alles wird gut.
Habe jetzt immerhin klar, welche Primärtexte ich nehmen werde (Der Sandmann, Der goldne Topf und Die Bergwerke zu Falun) und durch welches Element die drei miteinander verbunden sind, sodass das Ganze auch einen Sinn macht. Gestern und heute habe ich mich mit einem Literaturgrundstock versorgt, den es bis zu genanntem Termin durchzuarbeiten gilt und dann bin ich hoffentlich schlauer und beruhigter.
In quasi letzter Sekunde hab ich dann noch meinen ULB-Ausweis verlängern lassen, von dem ich gar nicht wusste, dass er ablaufen kann, weil ich ihn immer verloren hab, bevor das eintreten konnte. *hüstel*
Und als Motivator hängt das Portrait seiner Heiligkeit jetzt über meinem Schreibtisch, mit strengem Blick. Also Auf!
Posted in Yes, we can
Stöckchen
August 7th, 2009 Posted 14:31
Bambi kennt 10 Dinge, die es nicht mehr geben dürfte - ich auch!
10 Dinge, die es nicht mehr geben dürfte:
1. Büros ohne Klimaanlagen
2. Büros ohne Videokonferenzmöglichkeiten
3. Unzuverlässige Drucker
4. Instabile W-Lan Netze
5. Handy-Empfangslöcher
6. „Sommermädchen 2009“ / „Hot five“
7. Werbung
8. EC Karten
9. Handycap 7
10. Temperaturen 28° C +
Dann will ich aber auch noch sagen:
10 Dinge, ohne die es nicht geht (Abstrakta zählen nicht):
1. Wattestäbchen
2. Sonnenlicht
3. Sonnenbrille
4. Notebook
5. meine Armbanduhr
6. diverse Talismane
7. Nektarinen
8. Parfüm
9. Gesicht
10. Kaffee
Posted in Klimbim
